In einem Satz zusammengefasst sind Sponsored Links Werbeanzeigen (meistens in Textform), die dynamisch auf solchen Internetseiten eingeblendet werden, auf denen sich Menschen aufhalten, die sich für das Thema der Anzeige interessieren. Auch Sponsored Links gehören zum Bereich Performance-Marketing, da die entstehenden Kosten an den Erfolg der Aktion gekoppelt sind. Im Folgenden werde ich Ablauf und Funktion von Sponsored Links anhand des imaginären Onlinehändlers für Armbanduhren erklären, den ich Schmidt nenne:
Wo bewerbe ich meine Website am effektivsten?
Werbung wirkt nur auf die Zielgruppe, also auf Menschen, die sich eine Armbanduhr kaufen möchten oder darüber nachdenken. Solche Menschen besuchen Foren, Bewertungsportale und zahlreiche andere Internetseiten zum Thema. Außerdem suchen Interessenten natürlich in Suchmaschinen und Verzeichnissen. Hier sollte Herr Schmidt also seine Werbung platzieren.
Wie kommt die Werbung auf die richtigen Internetseiten?
Es gibt mehrere Netzwerke, über die man Werbung in Form von kleinen Textanzeigen, Bildern oder anderen Formaten gezielt und voll automatisiert auf geeigneten Internetseiten platzieren kann. Anbieter wie Google Adwords oder Yahoo Seach Marketing bieten so die Möglichkeit, Sponsored Links überall dort zu platzieren, wo sie ins Themenumfeld passen, ohne dass Herr Schmidt sich selbst um die Auswahl kümmern muss. Viele hunderttausend Website-Betreiber haben einen bestimmten Code in ihre Internetseiten integriert, über den sie identifiziert und sehr detailliert bestimmten Themenbereich zugeordnet werden. Wird auf einer solchen Internetseite Werbung fremder Websites eingeblendet und angeklickt, erhält der Betreiber der Seite eine Provision von dem jeweiligen Anbieter. Herr Schmidt muss also nicht jeden einzelnen Betreiber einer Website bezahlen. Zunächst entschließt er sich, sein Glück mit dem größten Anbieter - Google Adwords - zu versuchen.
Was sind Sponsored Links?
Sponsored Links sind bezahlte Links von thematisch relevanten Fremdseiten auf die eigene Website. Bezahlt wird in der Regel nach dem Pay-Per-Click Verfahren, also nur für einen vermittelten Besucher. Die bloße Einblendung eines Links ist also kostenfrei. Sponsored Links bestehen (sofern es sich um Textlinks handelt) meistens aus einer Überschrift, zwei Zeilen Text sowie einer Internetadresse, wobei jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Zeichen zulässig ist. Diese drei Elemente stehen Herrn Schmidt zur Verfügung. Nach der Recherche sinnvoller Keywords hat er nun folgenden Anzeigentext erstellt:
Preiswerte Armbanduhren
Wir führen alle bekannten Marken
und bieten heute bis zu 25% Rabatt.
http://www.armbanduhren-schmidt.de
Je nach Wunsch kann Herr Schmidt natürlich beliebig viele weitere Anzeigen erstellen und als Sponsored Links über das Netzwerk an geeigneten Stellen platzieren lassen.
Woher weiß die Anzeige, wo sie eingeblendet werden soll?
Hier beginnt der mühevolle Teil der Arbeit für Herrn Schmidt: Er muss zunächst recherchieren, nach welchen Begriffen Menschen tatsächlich suchen, wenn sie an Armbanduhren interessiert sind. Das bedeutet, er versucht herauszufinden, welche Begriffe sie in Suchmaschinen eingeben. Sind es "Armbanduhren" oder eher nur "Uhren"? Sind es Oberbegriffe oder vielleicht direkt spezielle Marken (meistens sind es natürlich mehrere Begriffe in gleichem Maße)? So generiert er eine Liste geeigneter Begriffe. Anhand seiner Liste kann Herr Schmidt anschließend bei Google Adwords Gebote auf jeden einzelnen Begriff abgeben. Das bedeutet, er bietet dem Anbieter 1,20 Euro für jeden Klick, der auf seine Anzeige erfolgt, wenn der Interessent z. B. in der Suchmaschine Google das Wort "Armbanduhr" gesucht hat. Für das allgemeinere Wort "Uhr" bietet Herr Schmidt hingegen nur 0,50 Euro und so weiter. Nun errechnet Google Adwords anhand der Gebote anderer Kunden für jeden gewünschten Begriff und einiger anderer Faktoren, an welcher Stelle der anzuzeigenden Sponsored Links die Werbung von Herrn Schmidt erscheint. Bieten z. B. vier andere Kunden für das Wort "Armbanduhr" mehr Geld für jeden Klick, so erscheint seine Anzeige auf Rang fünf (Anmerkung: Sehr vereinfacht ausgedrückt!). Sobald nun ein Interessent bei Google nach dem Wort "Armbanduhr" sucht oder Seiten aufruft, die sich primär mit diesem Thema beschäftigen und den Code von Google eingesetzt haben (siehe oben), werden hier zweischen zwei und elf Werbeanzeigen eingeblendet, bei denen auf das Wort "Armbanduhr" ein Gebot abgegeben wurde.
Pay-Per-Click, also "Bezahlen-pro-Klick" bedeutet, es entstehen keine Kosten für die Einblendung Ihrer Werbung. Eine Berechnung erfolgt nur bei einem echten Besucher Ihrer Website.